Gegen Atommüll: Demonstration in Rostock – “Wir wollen keinen Castortransport in Rostock, Lubmin und nirgends” – unter diesem Motto wollen sich am Freitag, den 27. August Atomkraftgegner in der Rostocker Innenstadt versammeln. Dazu ruft das Rostocker Anti-Atom-Bündnis auf.

Die Demonstration, die durch die Innenstadt und die Kröpeliner-Tor-Vorstadt führen soll richtet sich vor allem gegen die Castortransporte, die dieses Jahr ins Zwischenlager Nord bei Greifswald rollen sollen. Da die Behälter mit hochradioaktivem Inhalt wahrscheinlich auch durch Rostocks Schienennetz fahren, wird auch in Rostock protestiert.
Das Netzwerk unterstreicht mit der Demonstration ihre Forderung, die sinnlose und gefährliche Nutzung der Atomkraft weltweit zu beenden und fordert die sofortige Abschaltung aller Kernanlagen.
Hintergrund:
Das Bundesamt für Strahlenschutz hat bis Ende des Jahres drei Castortransporte aus Karlsruhe und Caderache/Frankreich ins Zwischenlager Nord genehmigt. Die Castorbehälter beinhalten hochradioaktives Abfallmaterial aus den Forschungsanlagen Jülich, Karlsruhe und Geesthacht und wurden teilweise schon mehrere tausend Kilometer durch Europa gefahren um künftig im Zwischenlager Nord die nächsten 40 Jahren abzuklingen. Damit wird erstmals auch Müll aus westdeutschen Kernanlagen auf das Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks gelagert, obwohl das Lager in den 1990ern gebaut wurde um ausschließlich die abgebrannten Brennelemente und Reaktorteile aus ostdeutschen Kernkraftwerken aufzunehmen.
- Die Demonstration richtet sich gegen die Politik von Bundesregierung und Betreibern, die mit dem ´Spazierenfahren´ von Atommüll eine Entsorgung suggerieren wollen und so die 17 verbliebenen Atomkraftwerke weiterlaufen lassen wollen.
- Die Demonstration ist nur einer von vielen Aktionen, die dann in Proteste entlang der Transportstrecke münden sollen, wenn der Castor rollt.
Weitere Informationen: www.lubmin-nix-da.de













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