Deine Stimme

GoodfellaBeat pres. Keas war die – wie ich schrieb, “mir völlig Unbekannte” – Vorband bei der Wahlveranstaltung mit Frank-Walter Steinmeier am 4. September in Rostock. Ob die Rap-Musik gerade älteren Semestern (wie mir :) gefällt, ist die eine Sache, aber auf den Text kann man bei deutschsprachigem Vortrage um so besser achten. Also ruhig noch einmal hinhören!

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2 Antworten auf Deine Stimme

  1. max sagt:

    Was ist hier los im Ortsverein. Wo sind die Wahlergebnisse zu sehen, kein Kommentar von Thomas zur Wahl. Hat es dir die Sprache verschlagen.

  2. Hat es mir die Stimme verschlagen? Oder war ich einfach nur die Woche vor und nach der Wahl nicht vor Ort? Letzteres ist richtig.

    Den Wahlsonntag konnte ich allerdings vor dem Bildschirm miterleben. Das Ergebnis war und ist katastrophal, überraschend war es nicht. Das Europawahlergebnis war ein deutliches Signal und die SPD-Spitze hat daraus nichts gelernt, sondern einfach noch ein halbes Regierungsjahr in gewohnter Weise oben drauf gesetzt.

    Die Sprache verschlägt es mir auch nicht, daß auch nach der Wahl in genau dieser desaströsen Weise weitergemacht wird. Die SPD-Spitze hat nichts daraus gelernt. Das ist traurig.

    Steinmeier erklärt sich unmittelbar nach der Prognose bereits zum Fraktionschef, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch kaum ein Kandidat überhaupt wissen kann, ob er oder sie der künftigen Fraktion angehört. Erst am Montag steht die Zusammensetzung fest, am Dienstag ist die Konstituierung. Warum führt die Fraktion nicht einfach der Älteste bis zum Bundesparteitag? Der erfolgloseste SPD-Parteivorstand der Nachkriegszeit einigte sich mit sich selbst hinter verschlossenen Türen auf Sigmar Gabriel als künftigen SPD-Vorsitzenden und Andrea Nahles als SPD-Generalsekretärin. Alles schön nach Proporz und von oben herab.

    Die Basis soll das dann auf dem SPD-Bundesparteitag abnicken und dazu klatschen, mindestens acht Minuten. Das sieht die Parteitagsregie so vor. Und das traurige wird sein, die Delegierten (es sind ja noch die Delegierten, die schon zuvor alles mittrugen, also beispielsweise den Jubel um Kurt, dann den Abgesang auf Kurt und so weiter), die werden auch diesmal brav der Regie folgen und es begründen mit “Geschlossenheit zeigen”.

    Das alles verschlägt mir nicht die Sprache. Aber es macht auch keine Hoffnung auf schnelle Besserung. Unser Ortsverein hat sich in den letzten Jahren immer mehr auf seine kommunalpolitischen Aufgaben zurückgezogen konzentriert und nur gelegentlich per Anträge und Wortbeiträge auf Kreisparteitagen und Kreisvorstandssitzungen sich einzubringen versucht. Allerdings beginnt das Problem auch schon auf der Kreisebene. Schon dort wurde beispielsweise verhindert, daß man sich als SPD-Kreisverband etwa zu naheliegenden Themen wie den G8-Gipfel im Landkreis oder die Genfreifeldversuche im Landkreis positionierte. Solange diese Blockade schon auf Kreisebene beginnt, so lange braucht man von einer Änderung an der SPD-Spitze nicht zu träumen und darauf Hoffnungen oder gar Kräfte verschwenden.

    Unsere Gewissen und unsere Herzen sind rein. Wir haben hier im Blog, in rund vierzig Einladungsbriefen der letzten vier Jahre und auf den dazugehörigen Versammlungen deutlich Klartext geredet. Unser Ortsverein braucht nach der Bundestagswahl zumindest inhaltlich zu bundespolitischen Themen nicht umzudenken. Kommunalpolitisch zeigen unsere eigenen Ergebnisse, daß wir als Reriker und Kröpeliner Sozialdemokraten trotz Gegenwind aus Schwerin und Berlin von vielen Bürgern vor Ort als notwendig und kompetent angesehen werden. Das vor allem gibt uns Bestätigung, Bodenhaftung und Kraft.

    Und ja, die Ergebnisse der Bundestagswahl werden demnächst auch hier noch nachgereicht.

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